1 | Proserpina

Die Erzählung „Proserpina“, erstmals  1932 veröffentlicht, zieht durch ihre mystische, dunkle und unterschwellig erotische Sprache in den Bann. Hintergrund ist die antike Mythologie der Zeustochter Proserpina, die zur Göttin der Unterwelt wird und nur zur fruchtbaren Jahreszeit auf die Erde zurückkehrt. Ihr Leben als Kind in einem blühenden, in seiner unermesslichen Fruchtbarkeit auch unheimlichen Garten, ganz nah einer eigenen und in ihrer Umgebung drohenden Todesahnung, ist Thema des Buches. So taucht der Jahreskreis dieses Kinderlebens in den Mythos wie in einen Brunnen, an dessen Rande wir noch alle wohnen. 

Elisabeth Langgässer: Proserpina, Originalausgabe von 1932, 192 Seiten geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, ISBN: 978-3-941905-25-2, Band 1, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 

  1. Inwiefern beeinflusst die Kindlichkeit der Proserpina ihre Fähigkeit, die Signale ihrer Umwelt wahrzunehmen?
  2. Haben sie kindliche Erinnerungen, die ähnlich mythische Formen aufweisen?
  3. Wie wirkt die im Buch verwandte Sprache auf Sie?
  4. Hätten Sie in einem Garten Eden, in dem sich Fruchtbarkeit und Schönheit ins unendliche erstrecken überhaupt Angst vor drohenden Todesvisionen?
  5. Wie ist mit Idylle und Angstraum an einem Ort umzugehen?