7–9 Kleine Stadt, Palmström, Weihnachtsuhr

7 | Die kleine Stadt

Eine Wanderoper gastiert in einer kleinen italienischen Stadt und sorgt für Turbulenzen bei den Bewohnern. Don Taddeo, ein Priester, entdeckt die sinnliche Begierde für sich. Der Advokat Belotti und der intrigante Savezzo verstricken sich in einen Machtkampf. „Die kleine Stadt“ brummt vor Gefühlen, Intrigen und Gerüchten. Nach seiner Niederlage gegen den in seiner Macht erstarkten Advokaten wird Savezzo zum Handlanger degradiert. Er verlässt – wie die Komödianten – die kleine Stadt. Und es kommt zum dramatischen Finale zwischen Alba, der Enkelin eines Gutsbesitzers, und ihrem geliebten Tenor Nello.

Heinrich Mann: Die kleine Stadt, Originalausgabe von 1909, neu bearbeitet, 352 Seiten, 12,6 x 21,1 cm, Leinen, ISBN: 978-3-941905-35-1, Band 7, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 

  • Die Eroberung der Stadt durch Fremde kann auch als Eindringen von Hirngespinsten in eine Person gedeutet werden. Was halten Sie von dieser Lesart?
  • Können Sie sich mit einem Charakter der Wanderoper besonders identifizieren? Begründen Sie Ihre Antwort.
  • Muss eine starke Stadt- bzw. Dorfgemeinschaft der Verwirrung durch Fremde standhalten?
  • Ist die Aufmischung durch die Wanderoper eventuell die letzte Chance der Bürger*innen auf Befreiung aus deren festgefahrenen Rollen?
  • Ist die verrückte Wanderoper mit dem Aufkommen der Nationalsozialisten zu Lebzeiten des Autors zu vergleichen?
  • Wer sind die Fremden im Buch? Welche Gemeinschaft ist sich untereinander fremd(er)?
  • Fanden Sie Manns Schreibweise gut verständlich? Erläutern sie.
  • Haben Sie sich während des Lesens ähnlich verrückt gefühlt, wie die Bewohner*innen? Hatte der Text einen nachhaltigen Einfluss auf Ihre Gedankenwelt?

8 | Palmström, Palma Kunkel, Der Gingganz

„Weil“, so schließt er messerscharf,
„nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Viele seiner gereimten Texte sind unvergessen und können bei passender Gelegenheit zur Freude aller leicht vorgetragen werden. Entdecken Sie in einem über 100 Jahre alten Privatdruck auch Unbekanntes aus Morgensterns Feder. 

Christian Morgenstern: Palmström, Palma Kunkel, Der Gingganz (Galgenlieder), Originalausgabe von 1920, neu bearbeitet, Leinen, 208 Seiten geb., 12,6 x 21,1 cm, ISBN: 978-3-941905-36-8, Band 8, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 


  1. Warum kann nicht sein, was nicht sein darf? Auf welche Situationen ist diese Logik anwendbar?
  2. Zeugt das Sammelwerk- bezogen auf den dritten Titel- von Galgenhumor?
  3. Können Sie all dem Humor eine Sinnhaftigkeit unterordnen? 
  4. Kannten Sie mehr als 5 von Morgensterns Gedichten?
  5. Begründen Sie, warum x Ihr Lieblingsgedicht ist.

9 | Die Weihnachtsuhr

In diesem Buch erfahren wir Geschichten überwiegend aus den Jahren 1930 bis 1980, dazu Gedichte und Rezepte rund um Weihnachten. Es geht um Familienbräuche sowie Kurioses und Verwandtes, das sich meist in Norddeutschland ereignet hat. Die vorne im Buch abgebildete Weihnachtsuhr ist als Unikat ein Familienerbstück. Antje Thietz-Bartram hat mehr als 10 Bücher veröffentlicht und sie in Hunderten Lesungen einem stets begeisterten Publikum nahegebracht.

Antje Thietz-Bartram: Die Weihnachtsuhr, Originalausgabe von 1988, neu bearbeitet, 160 Seiten, 12,6 x 21,1 cm, Leinen, ISBN: 978-3-941905-37-5, Band 9, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 

  • Woher kommen Ihre Weihnachtstraditionen? Sind über die Jahre neue Traditionen hinzugekommen?
  • Wie begründen Sie die die Akzeptanz des vagen Ausdrucks “magisch” zur Weihnachtszeit? Warum liegt diese Magie besonders in der Adventszeit?
  • Was war ihr schönstes Weihnachten bisweilen?
  • Frau Thietz-Bartrams Familie hat eine Weihnachtsuhr. Besitzen auch sie ein unscheinbares Heiligtum von besonderem persönlichen Wert? Welches ist es?