37–40 Sudermann: Frau Sorge, Tschichold: Typographie, Swift: Gulliver 1 und 2, 3 und 4

37 | Hermann Sudermann: Frau Sorge
Roman

Als Paul Meyhöfer geboren wird, steht „die Frau Sorge“ an seinem Bett, so glaubt seine Mutter. Denn gerade hat die Familie ihr Zuhause verloren und muss in eine ärmliche Unterkunft umziehen. Über seinem kargen Leben strahlt jedoch stets die Erzählung über das „weiße Haus Helenenthal“ mit seiner gütigen Bewohnerin, die Pauls Patin wird. Der Roman hat viel Märchenhaftes, das fasziniert und berührt – und dessen Motive, wie die einiger klassischer Märchen auch, bis heute aktuell sind.

Hermann Sudermann: Frau Sorge Originalausgabe von 1887, neu bearbeitet, 288 Seiten, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 37, ISBN: 978-3-941905-72-6, 25,00 Euro


38 | Jan Tschichold: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie
Fachbuch

Als Dozent, Referent und Berufsschullehrer hat Ralf Plenz dieses 1960 erschienene Fachbuch hunderte Male seinen Studenten und Auszubildenden in die Hand gegeben und Begeisterung erzeugen können. Tschichold vertritt als Typograph klare Regeln und zeigt an ­ vielen Beispielen, was gute Gestaltung gegenüber „­wilder Typographie“ kann und darf. Seine Analysen sind immer überzeugend, auch wenn sie aus den Zeiten von Bleisatz und Fotosatz stammen. Jeder, der mit Text- oder Grafikprogrammen am Mac, PC oder Smartphone etwas gestaltet, kann sich mit Erfolg auf seine Hinweise und Empfehlungen berufen.

Jan Tschichold: Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie Originalausgabe von 1960, 128 Seiten, mit einem Nachwort von Ralf Plenz, geb., Lizenzausgabe © 1971 Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, Germany 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 38, ISBN: 978-3-941905-73-3, Band 38


39 | Jonatha Swift: Gullivers Reisen Teil 1 und 2
Illustrierter Roman

Jonathan Swift (1667–1745) hat mit „Gullivers Reisen“ eine auch nach 300 Jahren noch lesenswerte fantastische Erzählung geschaffen. Zwischen den Zeilen zu entdeckende pointierte Kritik an Gesellschaft und Obrigkeit würzt diese oft als Jugendbuch verkürzt wahrgenommene Lektüre auf angenehme Weise. Durch Dialoge mit den Herrschern der fiktiven Königreiche ­ Liliput und Brobdingnag ermöglicht Swift auch den Lesern einen Perspektivwechsel: Dank dieses Kunstgriffs blickt man von außen auf die sozialen und politischen Zustände des britischen Königreichs im 18. Jahrhundert.

Jonathan Swift: Gullivers Reisen Teil 1 und 2 Originalausgabe von 1726, neu bearbeitet, 52 Illustrationen von Grandville, 256 Seiten, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 39 , ISBN: 978-3-941905-74-0, 24,00 Euro


40 | Jonatha Swift: Gullivers Reisen Teil 3 und 4
Illustrierter Roman

Erneut lädt uns Jonathan Swift ein, Gulliver auf seinen Reisen zu folgen. Und es wird nicht weniger kurios: Gulliver trifft auf Menschen, die absurder nicht sein könnten. So lernt er Gelehrte kennen, die visionäre Ideen verfolgen. Deren Umsetzung verursacht aber so einige Probleme: Das ganze Land könnte ins Chaos stürzen.

Auch mit den Pferdemenschen, den „Houyhnhnms“, macht er Bekanntschaft. Er versteht sich ausgesprochen gut mit diesen Doppelwesen, ganz im Gegensatz zu den menschenähnlichen und primitiven „Yahoos“. Diese Ausgabe ist sehr nah am Original von 1726, unterscheidet sich also deutlich von verkürzten Kinderbuch-Versionen.

Jonathan Swift: Gullivers Reisen Teil 3 und 4 Originalausgabe von 1726, neu bearbeitet, 52 Illustrationen von Grandville, 256 Seiten, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 40 , ISBN: 978-3-941905-75-7, 24,00 Euro