34 | Wilhelm Busch: Tobias Knopp
Bildergeschichten
Die hier in einem Band zusammengefasste Trilogie „Tobias Knopp“ gehört zu Wilhelm Buschs umfangreicheren sowie weniger bekannten Werken. Dennoch besticht auch dieser Bilderbogen mit den typischen kecken Reimen und den skurrilen Zeichnungen. Gerne hält er dabei dem Spießertum einen Spiegel vor – immer mit einer Prise Schadenfreude und viel Humor.
In dem „Comic“ wird das Leben des Tobias Knopp abgebildet. Im ersten Teil ist er als Junggeselle auf der Suche nach der richtigen Frau. Im zweiten und dritten Teil erlebt der Leser ihn als Ehemann und Vater.

Wilhelm Busch: Tobias Knopp, mit einem Vorwort versehen von Charlotte Ueckert, Ausgabe von 1877, neu bearbeitet, 256 Seiten, 362 Abbildungen, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 34, ISBN: 978-3-941905-69-6, 24,00 Euro
Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise:
- Treffen sich Junggesellen heutzutage eher beim Sport/Hobbie als damals in einer Kneipe? Wie sind Ihre Beobachtungen?
- Wird das Konzept der Ehe als etwas Positives oder etwas Negatives dargestellt?
- Aus welchen Gründen entscheidet sich Knopp für die Ehe? Geht es ihm dabei um die Erfüllung gesellschaftlicher Normen oder stellt die Ehe eher einen persönlichen Wunsch dar?
- Inwieweit können oder konnten Sie sich mit Knopp und seinem Bedürfnis nach einer Ehe identifizieren?
- Knopp heiratet und bekommt eine Tochter, erreicht letztlich also seine Ziele. Am Ende ist er aber trotzdem unglücklich und hat das Gefühl, dass sein Leben nun bedeutungslos ist. Was sagt uns Wilhelm Busch damit? Wie sieht ein gut gelebtes Leben aus?
35 | Thomas Mann: Der Tod in Venedig
Novelle
Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ aus dem Jahre 1912 handelt von dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der eine Reise nach Venedig unternimmt. Dort sieht er am Strand eine polnische Familie, wobei ihm besonders der junge Tadzio aufgrund seiner Schönheit auffällt. Angetan von dem Jungen beobachtet er ihn und sucht seine Nähe – auch in seiner Arbeit. Schließlich muss er sich eingestehen, dass er sich in Tadzio verliebt hat, ihm aber der Mut zu mehr fehlt. Währenddessen kommen in Venedig Gerüchte über eine Seuche auf.
Die Novelle ist eine tragische Erzählung über sehnsuchtsvolles Verlangen und unerfüllte Liebe – ein wiederkehrendes Motiv in Thomas Manns Werken.

Thomas Mann: Der Tod in Venedig, mit einem Vorwort versehen von Charlotte Ueckert, Originalausgabe von 1912, neu bearbeitet, 160 Seiten, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 35, ISBN: 978-3-941905-70-2, 20,00 Euro
Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise:
- Welches Bild von „Leidenschaft“ wird in der Novelle gezeichnet. Wie wird diese gewertet?
- Was genau ist Aschenbachs Motivation? Warum fühlt er sich gerade zu Tadzio hingezogen?
- Zentral in der Novelle ist der regelrechte Verfall Aschenbachs. Inwiefern wird dieser von Thomas Mann gewertet? Sollen die Leser: innen ihn bemitleiden oder verurteilen?
- Welche anderen Bücher von Mann kennen Sie und was hat Sie an ihnen fasziniert?
- Der „Tod in Venedig“ hätte lediglich einen Tod im metaphorischen Sinne darstellen können oder sich auch auf weitere Figuren beziehen können. Haben Sie mit dieser Art von „Tod“ gerechnet? Hat Sie das Ende überrascht?
36 | George Sand: Indiana
Roman
Die blutjunge Indiana, Tochter eines glücklosen Auswanderers, erlebt ihre Kindheit in prächtiger Natur auf der Insel Bourbon (heute La Réunion), wird ungefragt mit einem herrischen Oberst verheiratet und zieht mit ihm auf seinen Landsitz nahe Paris. Langeweile und Ödnis setzen ihrer Gesundheit zu, bis der charmante Raymon von Ramière leidenschaftliche Gefühle in ihr weckt. Sie lässt sich auf eine gefährliche Affäre ein und steuert blindlings auf den Abgrund zu, bis sie endlich die salonfähigen Lügenbilder und Intrigen der feinen Gesellschaft durchschaut und ungeahnte Kräfte entwickelt.

George Sand: Indiana Originalausgabe von 1832, neu bearbeitet, 224 Seiten, geb., 12,6 x 21,1 cm, Leinen, Band 36, ISBN: 978-3-941905-71-9, 24,00 Euro

