3 | Einbahnstraße

In einer Einbahnstraße gibt es keinen Gegenverkehr. Der Autor bleibt ganz bei sich und seinen Assoziationsketten. Er biedert sich nicht an beim Leser, sondern zwingt ihn zu folgen. Und von einer neuen Erkenntnis geht es nicht rückwärts! Die Impulse von Walter Benjamins „Einbahnstraße“ sind keineswegs einseitig: Über Kinder weiß er viel; als praktischer Philosoph und Schriftsteller kennt er sich mit Büchern und dem Schreiben bestens aus. Mit einem Augenzwinkern vergleicht er „Bücher und Dirnen“.

Walter Benjamin: Einbahnstraße, Originalausgabe von 1928, neu bearbeitet, Vorab-Ausgabe im Digitaldruck, 160 Seiten, geb. Pb, 12,6 x 21,1 cm, ISBN: 978-3-941905-27-6, Band 3, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 

  1. Sind Fernsehen und Radio auch Einbahnstraßen? Mit welchen Medien können Sie in einen aktiven Austausch treten?
  2. Was haben Bücher und Dirnen neben den im Buch erwähnten Eigenschaften noch gemeinsam?
  3. Inwiefern lässt sich Benjamins Leben zu NS-Zeiten und einseitiger Propaganda aus dem Buch herauslesen?In welche Genres lässt sich das Buch kategorisieren?
  4. Wirkt Ihr Lesekreis der Wirkung einer literarischen Einbahnstraße entgegen?
  5. Hatten Sie das Gefühl, die Ansichten des Autors drängten sich Ihnen auf?