11 | Das Fenster zum Sommer

In diesem Roman wacht die frisch verheiratete Ursula eines Morgens auf und ist um Monate zurückgeworfen. Der gemeinsame Haushalt mit der alten Tante Priska, die verbittert und unglücklich vor sich hinlebt, zieht wieder an Ursula vorbei, ebenso wie die Ödheit ihres ungeliebten Bürolebens, in dem die Tage zähflüssig dahinfließen, ohne nennenswerte Spuren in der Erinnerung zu hinterlassen. Ursula wünscht dem Schicksal nachzuhelfen, indem sie eine neuerliche Begegnung mit ihrem Mann Joachim zu arrangieren versucht. Jedoch muss sie bald feststellen, dass ein Eingriff in die Zeitschleife kaum möglich ist. Der ursprüngliche Titel hieß deshalb 1967 „Zuflucht hinter der Zeit“.

Hannelore Valencak: Das Fenster zum Sommer, Originalausgabe von 1967, neu bearbeitet, 256 Seiten, 12,6 x 21,1 cm, Leinen, ISBN: 978-3-941905-44-3, Band 11, 15,00 Euro 


Fragen für Literaturgruppen und Lesekreise: 

  1. Erkennen Sie eine Verbindung zwischen Valencaks Studium der Physik und der Zeitschleife im Buch?
  2. Welche Stilmittel sind zur Beschreibung der Zeitschleife sind Ihnen aufgefallen?
  3. Bestimmt die Protagonistin Ihr eigenes Schicksal? Wenn nein, was hindert Sie daran?
  4. Ähneln sich Ursula aus diesem Buch und die Mutter Gesa aus “Seefahrt ist not!”? Wie gehen die beiden Frauen ihr Schicksal an? Welcher Frau ähneln Sie persönlich mehr?
  5. Ist es vermeidbar ein unerfülltes Leben zu führen? Sind sie da, wo Sie mit 18 glaubten zu sein?